Das Dilemma des Seemarktes
Östlich von Sømarke, am Stendyssevej, befindet sich ein besonders schön gelegener Dolmen. Er besteht aus sieben Stützsteinen und einem großen Deckstein und war in der Antike mit Erde bedeckt, sodass die heute freiliegende Grabkammer ganz oder teilweise von einem Hügel überwuchert war.
Der Dolmen wurde in der Jungsteinzeit (3500–3200 v. Chr.) errichtet, doch die 458 Schalenmarkierungen belegen seine Nutzung bis in die Bronzezeit (1700–500 v. Chr.), also über mehrere Jahrtausende hinweg! Schalenmarkierungen sind runde Vertiefungen mit einem Durchmesser von 5–10 cm, die in Steine oder Felswände eingemeißelt sind. Sie spielten im Kult der bronzezeitlichen Bevölkerung eine heilige Rolle, doch ihre genaue Bedeutung oder Darstellung ist bis heute ein Rätsel.
Etwa 1,5 km nördlich von Sømarkedyssen liegen drei bronzezeitliche Hügelgräber in einer harmonischen Linie und bieten von der Liselundvej aus einen herrlichen Blick auf die Ostsee. Es ist anzunehmen, dass die Erbauer dieser Hügelgräber das noch ältere Sømarkedyssen als Kultstätte nutzten, während sie ihre eigenen Grabhügel für Bestattungen errichteten.
Wo: Stendyssevej 10, 4791 Borre
