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Draußen in der Natur

Erstaunliche Fossilien auf
Møns Klint

Machen Sie einen Spaziergang am Strand entlang der Klippe und finden Sie Ihr ganz persönliches 70 Millionen Jahre altes Fossil.

Vor 70 Millionen Jahren war Nordeuropa von einem großen Meer bedeckt, das wir „Kreidezeitmeer“ nennen.

Mikroskopisch kleine Algen mit kalkhaltigen Schalen lebten in großer Zahl im Meer. Die Schalen abgestorbener Algen lagerten sich auf dem Meeresboden ab. Im Laufe der Zeit verklebten sie und bildeten Kreide. Viele Millionen Jahre später schoben Gletscher die Kreide zusammen: Riesige Kreideflocken glitten übereinander und bildeten die Oberfläche. Møns Klint.

In der Kreidezeit lebte eine große Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Heute findet man die ausgestorbenen Tiere als Fossilien am Strand. Begib dich selbst auf Fossiliensuche und entdecke die Überreste faszinierender prähistorischer Tiere.

Wenn Sie noch mehr aus Ihrer Fossiliensuche herausholen möchten, nehmen Sie an einem geführten Ausflug zum Strand mit den Guides des GeoCenters teil. Die geführten Fossiliensuchen finden während der Ferien und der Hochsaison statt.

Lesen Sie hier mehr: https://moensklint.dk/fossiljagt/

Gottesanbeterinnen, Seeigel, Riesenaustern, Meeresschwämme und Meereshöhlen gehören zu den häufigsten Fossilien.

Belemnit-Fossilien

Belemniten sind Fossilien von Belemniten-Kalmaren, die im warmen Meer der Kreidezeit weit verbreitet waren. Die länglichen, zigarrenförmigen Fossilien, die am Wasserrand so zahlreich vorkommen, … Møns KlintEs handelte sich um einen Kalksteinstachel im Rücken des Tieres und ist daher nicht – wie manche glauben – der versteinerte Arm des Oktopus.

Seeigel

Seeigel waren in der Kreidezeit wahrscheinlich weit verbreitet auf dem Meeresboden – doch nicht alle sind zu Fossilien geworden. Ein versteinerter Seeigel hat meist die Form einer Halbkugel mit einem Muster. Gerade Punktreihen sind ein gutes Erkennungsmerkmal – sie zeugen von den zahlreichen Saugnäpfen zwischen den Stacheln. Am unteren Ende befindet sich die Stelle, an der sich der Mund befand.

Ein versteinerter Seeigel ist eigentlich ein Abguss des Inneren seiner Schale, die – nachdem die Innereien verrottet waren – mit einem harten Material ausgefüllt wurde. Wenn das Fossil im Meer gelegen hat, ist die Schale oft abgenutzt.

Im Kies am Strand findet man Muschelfragmente und Seeigelstacheln.

Riesenaustern

Dazu gehören auch versteinerte Schalen der Austernart „Pycnodonte vesicularis“ – sie sind massiv und können eine Reise ins Meer überstehen.

Als die Auster noch lebte, war ihre Schale voller Hohlräume. Dadurch war sie so leicht, dass sie fast auf dem weichen Kreideschlamm am Meeresgrund schwebte. Man vermutet, dass sie so verhinderte, dass zu viel Schlamm in sie eindrang.

Meeresschwämme

Meeresschwämme haben nichts mit den Pilzen am Waldboden zu tun – sie sind urtümliche Tiere. Die meisten Meeresschwämme, die man finden kann Møns KlintEs besaß einst ein Skelett aus Kieselsäure. Wahrscheinlich ist es Kieselsäure aus aufgelösten Pilzen, die das Rohmaterial für Feuerstein darstellt.

Die Kieselgur kann trichter-, keulen- oder gurkenförmig sein – oder kugelförmig wie die Kerne der besonders begehrten Klappersteine. Sie enthält oft viel Feuerstein, aber auch etwas, das Beton ähnelt.

Außerdem findet man hier gelegentlich kleine Kalkschwämme, die man an ihrer Kugelform und ihrer reinweißen Farbe erkennt. Unter einer Lupe betrachtet ähneln sie Golfbällen. Sie werden auch „Mönsker Perlen“ genannt.

Mosasaurus

Mosasaurier waren große Meeresechsen – keine Dinosaurier – sondern Verwandte der heutigen Warane und Schlangen.

Es gab verschiedene Arten. Die größten konnten bis zu 17 Meter lang werden. Sie waren furchterregende Raubtiere, die ihr Maul weit öffnen und so sehr große Beute verschlingen konnten. Außerdem besaßen sie spezielle Gaumenzähne, die ihnen halfen, die Beute beim Schlucken festzuhalten.

Mosasaurierzähne sind ein äußerst seltener Fund und insgesamt wurden nur eine Handvoll davon gefunden.

Einzelne Koralle

Die einzelnen Korallen ähneln weißen oder schwarzen Weihnachtsmannmützen mit Rillen. Schaut man hinein, erkennt man oft ein Muster, das einem von der Seite betrachteten Fahrradrad ähnelt.

Als die Korallen noch lebten, standen sie allein auf dem Meeresgrund, die Spitzen nach unten gerichtet. Von oben ragten lange Tentakel heraus, die Plankton fingen. Nur ihre Gehäuse sind übrig – der Rest ist verrottet.

Riesenmuschel

Muscheln der Gattung „Inoceramus“ sind oft groß. Deshalb nennen wir unsere Exemplare Riesenmuscheln.

Ganze Muscheln findet man nur äußerst selten, größere Stücke hingegen sind leicht zu finden. Die Muscheln sind dick und gewellt. Man findet sie oft in Bruchstücken am Strand; sie sind an ihrer Dicke und hellgrauen Farbe zu erkennen.

Kugelfeuerstein

Der kugelförmige Feuerstein ist natürlich ein kugelförmiger Feuerstein. Die meisten enthalten einen runden, versteinerten Meeresschwamm im Inneren. Ein Hinweis auf den Schwamm im Stein sind kleine runde Löcher. Man vermutet, dass es sich dabei um Löcher der Schwammwurzeln handelt, die oft seitlich und nicht nur nach unten verliefen.

Wenn der Pilz im Inneren lose ist, haben Sie Glück, denn Sie haben einen RAST STONE gefunden – die sind nämlich ziemlich selten.

Seerosen

Diese Verwandten von Seeigeln und Seesternen sehen einfach aus wie Blumen auf dem Meeresgrund.

Die „Blütenblätter“ sind Tentakel, die Plankton zum Mund in der Mitte transportieren.

Wenn man im angespülten Kies am Strand nachsieht, findet man Stücke des „Stiels“. Es handelt sich dabei um kleine, helle Scheiben mit einem Durchmesser von 3 bis 5 mm. Die Scheiben können rund, fünfeckig oder sternförmig sein.

Manchmal hat man das Glück, einen Stapel noch zusammenhängender Scheiben zu finden. Leider findet man andere Teile der Seerose nur selten. Møns Klint.

Armfoot

Ein Brachiopode sieht einer Muschel zwar sehr ähnlich, gehört aber einer völlig anderen Tierordnung an. Findet man ein vollständiges Gehäuse, erkennt man den Unterschied: Ein Brachiopode hat einen gebogenen, hervorstehenden „Schnabel“. Manchmal befindet sich darin auch eine Öffnung für den „Fuß“.

Ihre Größe variiert von 2 mm bis fast 10 cm. Sie sind oft hell, können aber auch aus schwarzem Feuerstein gegossen sein.

Strandmuscheln

Man findet Gehäuse verschiedener benthischer Tiere – oft zerbrochen. Sie sind leuchtend gefärbt. Bestimmte Merkmale geben Aufschluss über die Art:

SeeigelReihen von Löchern, die von Saugnäpfen oder Knöpfen stammten, wo sich Stacheln und eine abgerundete Form befanden.

Armfuß/Muschel: ähnelt modernen Muschelstücken mit oder ohne Muster.

AusterBesteht aus sehr dünnen Schichten (allerdings kann auch die Unterseite eines Seeigels aus mehreren Schichten bestehen).

Ausgrabungen

Feuerstein bestand ursprünglich aus flüssigem Siliziumdioxid, das in Spalten und Hohlräume des Meeresbodens floss und sich langsam verfestigte. Falls es sich bei den Löchern um von Tieren gegrabene Tunnel handelte, entstanden so Abdrücke ihrer Körper.
Gehwegsysteme. Wenn sie bei einem Erdrutsch einstürzen, brechen sie naturgemäß.

Wir gehen davon aus, dass nahezu alle zylindrischen, länglichen Stücke aus schwarzem Feuerstein Überreste von Erdbauten und somit Spurenfossilien sind. Ihre Dicke reicht von weniger als 1 cm bis knapp über 10 cm.

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